Kopf_Planungsphilosopie_dt

Planung eines Laborgebäudes

Vorgabe durch Bauherrn

 

diamand

 

 

 

 

 

A Architekt

L Laborplaner

N Nutzer

B Behörde

HLS Heizung/Lüftung/Sanitär

Elt Elektrotechnik

 

 

planungsphilosophie_.jpgDer Bau eines Laborgebäudes ist sehr komplex. Die Planung des Gebäudes, der Ge-bäudetechnik und der Laboreinrichtung kann nicht unabhängig voneinander oder nacheinander erfolgen. Eine sequenzielle Planung reduziert die Labortechnikplanung auf die Platzierung von Einrichtung im Raum. Auf diese Weise können keine flexiblen und wirtschaftlichen Laborgebäude entstehen. Der Bau einer Gebäudehülle um die Laboreinrichtung ist auch nicht der Weg zu einem guten Laborgebäude. Es ist offensichtlich, dass der Städtebau vernachlässigt wird. Viel wichtiger ist allerdings, dass dadurch die räumlichen Strukturen, kommunikativen Treffpunkte und die Beziehung der Laborräume mit den übrigen Nutzflächen zu wenig berücksichtigt werden. Die Aufgaben, Ziele und Rahmenbedingungen der Laborgebäude sind sehr unterschiedlich. Es muss für jede Planung eines Laborgebäudes das Optimum zwischen Nutzbarkeit, Gestaltung und Zukunftsfähigkeit unter Berücksichtigung des Kostenrahmens gefunden werden. Für diese interdisziplinäre Aufgabe ist daher auch ein interdisziplinäres Planungsteam von Spezialisten notwendig. Der Architekt mit dem Nutzer und dem Laborplaner müssen in einem interaktiven Prozess die Grundlagen für das neue Laborgebäude erarbeiten. Dabei sind die Fähigkeit des Architekten für Raum und Strukturen und die Beschreibung der Aufgaben sowie die strukturelle Bewertung der Tätigkeiten des Nutzers von heute und morgen genauso wichtig, wie die Erfahrung des Laborplaners über Laborprozesse, technische Möglichkeiten und rechtliche Notwendigkeiten. In diesem Prozess ist der Laborplaner ein wenig auch Übersetzer zwischen Architekt und Nutzer, da er überlappende Kenntnisse beider Bereiche mitbringt. Die präzisierten Grundlagen werden über die Achse Architekt – Laborplaner der Gebäudetechnik transferiert und in der Konzeptfindung durch einen interaktiven Prozess zwischen Architekt – Labor- – HLS- (Heizung, Lüftung, Sanitär) – Elektroplaner die optimierte Gebäudestruktur erarbeitet. In diesem Prozess steuert der Tragwerksplaner das Rückgrat für das Laborgebäude bei. Die Einbindung der Genehmigungsbehörden für die Bau- und Nutzungsgenehmigungen ist kein notwendiges Übel, sondern die aktive zielorientierte Umsetzung der Vorschriften und Regelwerke bietet die notwendige Sicherheit. Sie erhöht den Wert des Laborgebäudes für die Arbeiten der Menschen in Forschung, Diagnostik und/oder Lehre. Der interaktive Weg schafft einen Brillanten, wie aus der nebenstehenden Darstellung ersichtlich wird. Dieser Prozess symbolisiert unsere Planungsphilosophie und so wurde der Brillant das zentrale Element unseres Logos.

In der Fortführung des Konfuzius-Zitats „Der Weg ist das Ziel“ ist es unsere Überzeugung, dass der Weg nicht Selbstzweck ist, sondern mit der gemeinschaftlichen Planung des Planungsteams zu einem funktionellen Ergebnis führen muss. Dieses Ergebnis – das ZIEL – ist ein funktionelles Laborgebäude, welches unter Berücksichtigung der Bauherrenvorgabe die Nutzeranforderungen optimal umsetzt.